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Eine unvergessliche Erinnerung

Badischen Zeitung, am 17.04.26


„Eine unvergessliche Erinnerung“

Vom Fußballfeld in die Schule: Unsere Geschichtslehrerin ist eine ehemalige Profifußballspielerin. Wir haben unsere Lehrerin Sinah Amann nach ihrer ehemaligen Fußballkarriere befragt. .

Sinah Amann, Lehrerin und Ex-Fußballerin  | Foto: Privat
Sinah Amann, Lehrerin und Ex-Fußballerin Foto: Privat
BZ: Wie kamen Sie auf die Idee, Lehrerin zu werden?
Ich spiele schon mein ganzes Leben Fußball und der Wunsch, Lehrerin zu werden, kam während meiner Schulzeit. Eine meiner damaligen Lehrerinnen motivierte und unterstützte mich immer wieder und brachte mich auch auf die Idee. Da ich Sport liebe, hat sich für mich der Wunsch, Lehrerin zu werden, und dann am liebsten Sportlehrerin, so ergeben.

BZ: Was war damals Ihre Priorität, Fußball oder Freunde und Familie?
Bei mir stand Fußball immer an erster Stelle und ich habe viele Jahre alles andere hinten angestellt. Das heißt, ich war oft auch bei Familienurlauben oder Geburtstagen nicht dabei. Als ich parallel zum Fußball studiert habe, hat immer entweder mein damaliges Studium oder der Fußball darunter gelitten. Im Nachhinein betrachtet gab es sicherlich Momente, bei denen ich gerne dabei gewesen wäre, aber auf der anderen Seite hat der Fußball mich sehr geprägt und mir viel mitgegeben. Außerdem wird das Team nach einer gewissen Zeit auch zum Freundeskreis, das heißt, ich habe sehr viel Zeit mit meinen Freundinnen verbracht und die Siege sowie die Niederlagen haben uns immer mehr zusammengeschweißt.

BZ: Wann haben Sie wo gespielt?
Angefangen habe ich in dem Verein, in dem auch meine Eltern gespielt haben, denn meine Mama sowie mein Papa haben beide Fußball gespielt. Meine Mama war außerdem eine herausragende Fußballspielerin und mein Vorbild. Mein Heimatverein ist der SF Schliengen, dort habe ich bis 2007 gespielt und danach bin ich zum SC Freiburg gewechselt und habe ein Jahr bei den B-Mädchen gespielt. Im Anschluss habe ich einen Vertrag für die erste Bundesliga erhalten, wo ich bis 2011 spielte. In dieser Zeit beendete ich mein Abitur in einer Kooperationsschule, die uns immer unterstützt hat. Kurz danach wechselte ich zum SC Sand, spielte in der Regionalliga und stieg dort bis in die erste Bundesliga auf.

BZ: Welche Preise gewannen Sie und wie erfolgreich waren Sie?
Das Erfolgreichste war, dass ich in die Nationalmannschaft berufen wurde, ich habe ein Länderspiel in einem deutschen Nationaltrikot gemacht. Darauf war ich sehr stolz. Dann habe ich noch zwei persönliche Highlights, das waren die beiden Finalteilnahmen am DFB-Pokal. Das war für mich etwas ganz Besonderes, ich stand zwar nicht in der Startelf, sondern saß auf der Bank, aber trotzdem waren um die 27.000 Zuschauer dabei. Eine unvergessliche Erinnerung.

BZ: War es schwerer für Sie, weil Sie eine Frau sind, und haben Sie auch schon blöde Bemerkungen abbekommen?
Wir haben natürlich nicht so viel wie die Männer verdient, obwohl wir viel Aufwand hatten. Und ja, man hat sich oft blöde Kommentare anhören müssen oder wurde dafür belächelt, was man gemacht hat. Mit der Zeit lernt man, damit umzugehen und dagegen zu argumentieren.

BZ: Warum haben Sie aufgehört, zu spielen?
Ich habe wegen meines Kreuzbandrisses aufgehört, jedoch hatte ich schon zwei Jahre davor mit dem Gedanken gespielt aufzuhören, weil ich langsam die Lust am Fußball verloren hatte – und durch die Verletzung wurde mir eben diese Entscheidung abgenommen. Im Nachhinein würde ich auch sagen, dass das gut ist. Allerdings habe ich nicht ganz aufgehört, Fußball zu spielen, sondern dann erstmal in Freiburg St. Georgen damit angefangen. Dort habe ich von 2018 bis 2025 gespielt. Seit letztem Jahr spiele ich nicht mehr aktiv. Allerdings gehe ich jeden Mittwoch zu einer Ü35-Mannschaft. Das macht mir großen Spaß.


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