BZ vom 18.5.2018
Helmut Reibold, früherer GHSE-Chef und Begründer der Emmendinger Partnerschaft mit dem israelischen Distrikt Drom Hasharon, wird 80 Jahre alt
 
Helmut Reibold
FOTO: Dieter Erggelet
Von Dieter Erggelet
EMMENDINGEN. Das Bemühen, Frieden und Versöhnung zu stiften, gehört seit der Jugendzeit zu den Lebenszielen von Helmut Reibold. Heute, Mittwoch, feiert der frühere Leiter der Gewerblichen und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerischen Schulen Emmendingen (GHSE) seinen 80. Geburtstag. Reibold gilt als Vater der Kontakte des Kreises Emmendingen mit dem israelischen Distrikt Drom Hasharon, die 2009 in eine Partnerschaft mündeten. Sein Engagement hat biographische Ursachen: Die schrecklichen Eindrücke des Kriegs in der Trümmerwüste des brennenden Mannheims, seiner Geburtsstadt, waren ein Grund für ihn, sich zeitlebens für Frieden und Verständigung engagieren, wie er heute erzählt.
Nach der Lehre als Werkzeugmacher „beim Daimler“ in Mannheim spezialisierte sich Reibold in der Sparte Sondermaschinenbau. Er besuchte die Abendakademie, absolvierte ein Ingenieurstudium, und studierte an der Berufspädagogischen Hochschule in Stuttgart und an der Universität in Freiburg.
An der damaligen Gewerbeschule Emmendingen begann er 1964 seine Arbeit als Lehrer in den Fächern Kfz-Technik, Maschinenbau und Mathematik. Das Kollegium zählte damals noch 17 Lehrkräfte. In den Werkstätten und Laboren der Schule entwickelten die Pädagogen Lehr- und Versuchsgeräte, die häufig patentiert wurden und landesweit im Unterricht zum Einsatz kamen. Im Jahr 1984 übernahm Reibold schließlich die Leitung der Emmendinger Schule.
Der rasante gesellschaftliche und technische Fortschritt erforderte neue Schularten, Berufskollegs und die Gründung des Technischen Gymnasiums. „Vom Landkreis Emmendingen erfuhr die GHSE stets große Unterstützung“, sagt Reibold. Für ihn lag es als Chef einer bedeutenden Bildungseinrichtung nahe, sich 20 Jahre als Kreisrat einzubringen. Als Mitglied der SPD-Fraktion endete sein Horizont nicht bei der Schulpolitik, ebenso wenig sah Reibold die Schule als reine Technologieschmiede. Ganzheitliche Bildung mit Musik, Kunst und gesellschaftlichem Engagement haben auch 15 Jahre nach seiner Pensionierung einen hohen Stellenwert. „Partnerschaften mit Berufsschulen in Polen, Frankreich, England Schweiz und Israel sind meiner Ansicht nach Bausteine, um Gräben zu überwinden und Brücken zu bauen“, sagt Reibold. Nach seiner Pensionierung war der Austausch von Jugendlichen aus Israel und Palästina für ihn eine Mission – diese brachte er in den Familien ihrer Emmendinger Austauschschüler unter.
Da liegt es nahe, dass der Jubilar auch Baumeister der Partnerschaft des Landkreises Emmendingen mit der Region Drom Hasharon in Israel war. Vor wenigen Tagen fand die zehnte Reise von Kfz-Sachverständigen aus Israel mit arabischen Israelis nach Emmendingen statt.
Seine Fähigkeiten brachte Reibold viele Jahre in der „Fuss“-Truppe Emmendingen ein. Die Abkürzung steht für „Unsere schöne Stadt, das Team übernahm ehrenamtlich Reparaturarbeiten. „Ich spiele Volleyball, solange meine Sportkollegen den 80-Jährigen mitspielen lassen“, erzählt er. Als Sänger und Kassierer engagiert er sich in der Kantorei Emmendingen, die gerade das Brahms-Requiem einstudiert. Außerdem organisiert er das Pensionärstreffen der GHSE-Lehrer.
Zur Person: Helmut Reibold wurde am 23. Mai 1938 in Mannheim geboren und lebt in Emmendingen. Er ist mit seiner Frau Helga seit 1962 verheiratet, hat drei Kinder und zwei Enkelkinder.

Pressemitteilungen

Philosophie trifft Videoschnitt

BZ vom 16.1.2019 Das Emmendinger GHSE lädt zu einem Tag der offenen Werkstatt ein – und wirbt auch mit eher ungewöhnlichen Wahlfächern EMMENDINGEN (BZ). Bevor…

Weiterlesen..

Grenzüberschreitende Schulpraxis in Elektrotechnik

BZ vom 31.1.2019 Einwöchiger Aufenthalt von französischen Schülern aus Pulversheim an den GHSE in Emmendingen Schüler aus dem Elsass konzipieren und programmieren mit ihren deutschen…

Weiterlesen..

Pflegeschulen sollen getrennt bleiben

BZ vom 13.2.2019 von Patrik Müller Ausschuss spricht sich gegen Zusammenlegung der beiden Emmendinger Einrichtungen aus – trotz gleicher Ausbildungen Altenpflege ist keine Kinderkrankenpflege. Die…

Weiterlesen..

Technik, die Senioren hilft

BZ vom 19.2.2019 Projekt mit und für Schülern am Alumintzium in Emmendingen EMMENDINGEN (BZ). Im Rahmen eines Projektes zum Thema „Gerontotechnik – Technik für Senioren“…

Weiterlesen..

Schüler streiken am Freitag

BZ vom Do, 17. Januar 2019 FREIBURG/OFFENBURG. Tausende von Schülerinnen und Schülern werden am Freitagmorgen in fast 60 deutschen Städten auf die Straße gehen, um…

Weiterlesen..

Viele Absolventen kamen als Flüchtlinge

BZ vom Do, 20. Dezember 2018 Kreis Emmendingen Berufsschule an den GHSE verabschiedet 166 Schulabgänger und zeichnet zwölf Preisträger aus. Prüfungskoordinator Karlheinz Kleile und Schulleiter…

Weiterlesen..

Neue Chancen für Migranten

Von Marie Gutmann, Klasse 9a, Gewerbliche und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerische Schulen (Emmendingen) BZ vom Do, 20. Dezember 2018 Schülertexte Altenpflegekurs an den GHSE. Mehr Migranten sollen zu…

Weiterlesen..

Kooperation mit Arbeitsagentur

BZ vom 27.11.2018 GHSE unterzeichnet Vertrag KREIS EMMENDINGEN (BZ). „Wir haben in unserem Schulprofil eine starke Berufsorientierung“, sagt Thomas Kruse, Schulleiter der Gewerblichen und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerischen…

Weiterlesen..

Schüler setzen Bäume für Daoud Nassar

BZ vom 28.11.2018 Gegenbesuch in Drom Hasharon in Israel und Beit Jala in Palästina Schülerinnen und Schüler der GHSE pflanzten auf dem Grundstück von Daoud…

Weiterlesen..

Nächste Veranstaltungen

23Mai
23Mai
27Mai
27.05.2019
Prüfung 2BF BFK
27Mai
29Mai

Kalender der GHSE

loader

Kontakt

  Gewerbliche und Hauswirtschaftlich-
  Sozialpflegerische Schulen Emmendingen

  Jahnstr. 12-14
  79312 Emmendingen

  Tel: +49 - 7641 - 465 - 100
  Fax: +49 - 7641 - 465 - 199

  Das Sekretariat ist geöffnet von:

  Montag - Freitag: 7.30 - 12.00 Uhr
  Montag - Donnerstag: 13.00 - 16.00

 

Wir sind hier: