BZ vom 24.7.

Einige der am Projekt beteiligten Künstlerinnen gemeinsam mit Kunsttherapeutin Nadja Stolp sowie Kerstin Wanner, Lehrkraft an der Unesco-Projektschule GHSE. Foto: GHSE
EMMENDINGEN (BZ). "Ihr kommt aus Syrien, aus dem Irak und den kurdischen Gebieten. Ihr seid Muslima, Jesidinnen oder Christinnen. Aber ihr seid nun auch Freundinnen, die sich gegenseitig kennen und sich helfen." Mit diesen Worten begrüßte Kunsttherapeutin Nadja Stolp die zwölf Schülerinnen aus den Gewerblichen und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerischen Schulen Emmendingen (GHSE), die sich seit Mitte März einmal pro Woche zum Malen getroffen haben. Nun wurden die entstandenen Bilder im Foyer der Schule ausgestellt.
Die jungen Frauen hatten zur Präsentation ihrer Arbeiten ebenfalls eigene Redebeiträge verfasst und für ein leckeres Buffet gesorgt. "Namen, Flaggen, Landschaften, Sehnsucht, Meer, Natur.... Manche Bilder sind von den Künstlerinnen selbst beschriftet, aber alle Bilder sprechen für sich. Schauen Sie sie an und tauchen Sie ein in die bunte innere Welt der Schülerinnen", lud Stolp die zahlreichen Gäste der Ausstellungseröffnung am Ende ihrer Begrüßungsrede ein. "Für viele der Mädchen waren die zwei Stunden pro Woche die einzige Möglichkeit, sich mit anderen Frauen, ohne Beisein von männlichen Klassenkameraden, Brüdern, Ehemännern oder Vätern zu treffen und beim freien Malen Erfahrungen und Eindrücke auszutauschen", erläuterte Nadja Stolp eine weitere Dimension des Projekts. "Am liebsten möchte ich tausend Stunden malen", zitierte sie eine der Schülerinnen. Und weiter: "Das wäre so schön – vielleicht können wir im kommenden Schuljahr wieder solch ein Projekt durchführen."
 

Stolp dankte auch Meinhard Schamotzki, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Emmendingen, sowie Susanne Hüning, Kerstin Wanner, Thomas Missagio und Christian Liebl, Lehrerinnen und Lehrer der VAB-O-Klassen für Schülerinnen und Schüler ohne Deutschkenntnisse für die gute Zusammenarbeit und den "Bufdis" Jonathan Klinnert und Fabio Montesano für die tatkräftige Unterstützung beim Farben- und Leinwändeschleppen. Ihr besonderer Dank galt Jonas Muth, der als von der Caritas getragener Schulsozialarbeiter die Kontakte zur GHSE und dem Kollegium hergestellt hatte.

Finanziert werden konnte dieses gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Emmendingen durchgeführte Projekt auch durch eine großzügige Spende von Gudrun und Heiner Lüdecke, die zu ihrer Goldenen Hochzeit auf Geschenke verzichteten. Dass das Geld nun für ein Kunstprojekt verwendet wurde, ist für den ehemaligen Kunstlehrer der Markgrafenrealschule nur stimmig.

"Mit bisher unbekannten Techniken und Materialien experimentieren und bildnerisch gestalten: Damit wir einander kennenlernen und uns auf das Neue einlassen … hier im neuen Leben, dem neuen Zuhause, in Emmendingen", das sei das Anliegen gewesen. Die Ausstellung wird im Rahmen der "Interkulturelle Woche" im September in den Räumlichkeiten der Volksbank Emmendingen am Marktplatz ebenfalls zu sehen sein.

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