BZ vom 19.5.2017

Schüler des Musikkurses der Gewerblichen Schulen haben ein Musical geschrieben und führen es in der Steinhalle auf



Letzte Regieanweisungen vor dem Video-Dreh: Thomas Franke mit den Darstellern des Musicals „Das Phantom 3 – oder doch nur ein weiteres Märchen“. FOTO: Gerhard Walser

Von Gerhard Walser
EMMENDINGEN. Es geht – natürlich – um die Liebe, und um Macht, Freundschaft und Selbstfindung: Das Musical, das Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 der Emmendinger Gewerblichen Schulen GHSE gemeinsam erarbeitet haben und das am 27. und 28. Mai in der Steinhalle Premiere feiert, ist damit auch den Themen der Jugendlichen gewidmet. „Das Phantom 3 – oder doch nur ein weiteres Märchen“ lautet der Titel. Anklänge an das „Phantom der Oper“ sind durchaus gewollt, doch Texte und Musik des Stücks sind komplett selbst geschrieben.
Dabei bewiesen die 20 Schülerinnen und Schüler des Musikkurses am Sozialwissenschaftlichen und Technischen Gymnasium erstaunliche Kreativität und Talent. Musik ist ihr Wahlpflichtfach – eher untypisch für ein berufliches Gymnasium. Nach einem Brainstorming standen das Phantom und das Thema Märchen zur Diskussion. „Wir konnten uns nicht entscheiden und da haben wir an einer Fortsetzung des Phantoms mit Märchenelementen gearbeitet“, berichtet Julia Schweinle beim Probenbesuch in der GHSE-Aula. Während die Mitschüler in die Mittagspause oder auf den Heimweg entschwinden, und das Reinigungspersonal unüberhörbar aktiv ist, ist für zwei Stunden Schauspiel angesagt. Mit Manuskripten bewaffnet üben die Akteure ihre Einsätze, immer wieder wird etwas ergänzt, überdacht oder korrigiert.
Nebenan sitzen die Musiker am Computer und feilen am Sound. Denn auch die Musik ist selbst geschrieben. Das Leitmotiv aus dem Phantom der Oper taucht zwar immer wieder auf, doch sämtliche Songs hat Tobias Bühler komponiert: „Wir wollten nichts nachspielen, sondern etwas ganz Eigenes machen“. Wo könnte der Song in die Story passen? Was soll damit rübergebracht werden? Aus ersten „Ideenschnipseln“, aufgenommen mit dem Handy, entstanden in einer kleinen Gruppe mehr und mehr Melodien, die bei der Premiere von Instrumentalisten und Mitgliedern der Schulband „Funky Devilz“ präsentiert werden.
Das Textmanuskript umfasst 30 Seiten
Musiklehrer Thomas Franke, der die Proben begleitet und den Arrangements den Feinschliff verpasst, ist zufrieden. Seit Beginn des Schuljahres arbeiten die Schüler an dem ehrgeizigen Abschlussprojekt, das in der Tradition von Frankes Vorgänger Werner Englert schon seit vielen Jahren gemeinsam erarbeitet wird. „Das ist nicht in fünf Minuten Wikipedia-Recherche zu machen, sondern es braucht einen großen Vorlauf und viel Durchhaltevermögen“, sagt er. Das Textskript umfasst mittlerweile 30 Seiten, immer wieder wird daran gefeilt, werden Dialoge ergänzt, Sätze verkürzt oder verändert. „Wieso sagst Du was anderes, als im Skript steht“, fragt eine Darstellerin und erhält prompt zur Antwort: „Weil Lena das umgeschrieben hat“.
Korrigiert wird an diesem Nachmittag immer wieder und auch die szenische Darstellung verändert sich, je nach Lage der Dinge: „Kannst Du das nicht etwas mechanischer machen“, lautet die Regieanweisung, als die böse Stiefmutter das Spieglein an der Wand nach der Schönsten im Land befragt. „Es muss irgendwie weggedreht aussehen“, findet ein Schüler, der von Schneewittchen mehr Begeisterung einfordert. „Wo bleibt die Siegerpose – ich hab’s geschafft. Das muss man doch merken“.
Neben Schneewittchen spielen auch Motive aus Hänsel und Gretel und Rapunzel eine Rolle in dem Schüler-Musical. Dass der Jäger in der Schneewittchen-Szene plötzlich heimischen Dialekt spricht, wundert keinen – „irgendwie fanden wir das alle gut“, meint Thomas Franke.

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